Future Canvas

pier-440339_1920Warum in die Zukunft blicken, wenn die Arbeit liegt so nah?!

Auf dem Weg in die Zukunft, sei er geplant oder einfach nur natürlicher Teil der weiteren Entwicklung des Unternehmens, verwenden wir zu viele knappe Ressourcen darauf, strukturelle und im System verankerter Hemmnisse zu überwinden. Dies raubt wertvolle Zeit und verhindert damit vorhandene Chancen und Potenziale zu erkennen und zu nutzen. Ein zweistelliger Prozentanteil unserer Arbeitsleistung geht auf diesem Weg als Blindleistung unwiederbringlich im System verloren.

Mit minimalem Aufwand bricht der Future Canvas diesen Teufelskreis auf und erlaubt innerhalb kürzester Zeit grundlegende Probleme auf dem Weg zu reflektieren und damit den ersten Schritt zur Lösung zu gehen.
Ziel des Future Canvas ist neben der Entwicklung einer Idee für die zukünftige Ausgestaltung der Zusammenarbeit, die spezifischen, internen Problemstellungen der Organisation zu identifizieren.

Wofür lässt sich der Future Canvas einsetzen?

Der Future Canvas ist für alle Arten von Gruppen gedacht, die bereits für ein paar Monate oder auch Jahre zusammengearbeitet haben und gemeinsam den Weg in ihre Zukunft gestalten möchten. Dies können gleichermaßen Projektgruppen, Start-ups nach der ersten Gründungsphase, Unternehmen, öffentliche Einrichtungen oder Verwaltungen sein. Kurz, alle Gruppen, die zusammen etwas leisten und intensiv und störungsfrei miteinander arbeiten wollen.

Ein Canvas – Zwei Einsatzbereiche

Je nach Ausrichtung des Workshops kann der Future Canvas in zwei verwandten aber unterschiedlichen Fokusbereichen seine maximale Wirkung entfalten.
Er kann zum einen genutzt werden, um ein gemeinsames Bild der Zukunft zu entwerfen. Es lohnt gerade die „mittelfristige Zukunft“, also einen Zeitraum von drei bis fünf Jahren, intensiv zu betrachten. Hier verschwimmen Strategie und Vision, zugleich sind derzeit schon umfassende Veränderungen der organisatorischen Umwelt absehbar. Gleichzeitig erwaten viele in diesem so nahe liegendne Zeitraum keine ernsthaften Veränderungen für ihr eigenes (Arbeits-)Leben.

Bekanntlich fallen da, wo gearbeitet wird Späne und diese Späne führen fast immer dazu, dass Abläufe, Prozesse und Strukturen zwar aus gutem Grund etabliert werden, dann aber niemals hinterfragt oder bewusst abgeschafft werden. So sammeln sich auch in kleinen Unternehmen und jungen Strukturen schnell ganze Berge von Zeit- und Ressourcenfressern an. Diese Hemmnisse ud Potenziale der heutigen und zukünftigen Zusammenarbeit können mit Hilfe des Canvas identifiziert und ihr Mehr- oder Minderwert rational und analytisch evaluiert werden.

An wen richtet sich der Canvas? Wer sollte an einem Workshop teilnehmen?

Der Canvas dient als Grundlage für einen zumeist 1/2 tägigen Workshop der mindestens auf Führungs- und Entscheiderebene und idealerweise gemeinsam mit weiteren Mitarbeitern durchgeführt werden sollte. Workshops auf reiner Mitarbeiterebene eignen sich nicht, da so zwar die Problemstellungen und Potenziale identifiziert werden können, dass Commitment für deren Umgestaltung, Abschaffung bzw. die Nutzung der Potenziale meist nicht gegeben werden kann.
Er eignet sich ausschließlich für Inhouse-Veranstaltungen.

Wie funktioniert der Future Canvas? Was macht er?

Im Canvas ist horizontal eine universelle Organisationsstruktur dargestellt, die sich in zwei Blöcke teilt. Im unteren Block werden alle aktionsfokussierten Elemente der Zusammenarbeit betrachtet, im oberen alle Aspekte der Zusammenarbeit, die einen Fokus auf dem Menschen enthalten.  Vertikal ist der Canvas im wesentlichen als Zeitlinie organisiert, bei der zwischen dem „Heute“ und der „Zukunft“ zunächst die „Hemmnisse“ und darauf folgend die Chancen/Potenziale dargestellt sind.

Zunächst wird im „Heute“ oder in der „Vergangenheit“ gestartet, um die verschiedenen Strukturebenen mit Aussagen und Antworten auf von der Gruppe oder dem Moderator eingebrachte Fragen zu füllen. Anschließend wird ein Blick in die Zukunft geworfen, um eine Idee zu entwickeln, wohin die Reise der Organisation gehen könnte bzw. soll. Dies kann ebenso die organische Weiterentwicklung des Unternehmens sein, wie der Wunsch konkrete oder diffuse beschriebene Innovationen umzusetzen.

Im vorletzten Schritt werden die Hemmnisse identifiziert und analysiert, die bislang die Zusammenarbeit behindert oder eingeschränkt haben, oder die im weiteren das Erreichen des ins Auge gefassten Ziels behindern (würden).
Im letzten Schritt werden die Chancen, Potenziale und Möglichkeiten der einzelnen Gruppenmitglieder und der Organisation mit seinen Partnern als Ganzes daraufhin beleuchtet, ob sie als zusätzliche Ressourcen der Organisation Mehrwert bieten können.

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Wer sollte den Workshop durchführen?

Interne Moderatoren für den Future Canvas eignen sich nur sehr bedingt, da die Gefahr besteht, dass vorhandene, vielerorts bürokratische und manchmal hierarchische, Blockaden, die die  Zusammenarbeit bislang behindert haben, dann nicht angesprochen werden. Der Moderator sollte daher von außen hinzukommen.
Da es ganz bewusst keine vordefinierten Fragen gibt, sondern die Fragestellungen auf die Situation und die Aufgabenstellung hin angepasst werden und der Moderator gleichzeitig bewusst auf die gruppendynamischen Entwicklungen achten sollte, ist es sinnvoll und zielführend Moderatoren hinzuzuziehen, die mit dem Canvas gut vertraut sind. Idealerweise besitzen diese zudem Erfahrung als Coach oder Mentor.

Was begeistert am Future Canvas?

Der Future Canvas bietet eine einmalige Basis für eine gemeinsame strukturierte Reflexion über den Weg in die Zukunft mit den damit verbundenen Problemen und Chancen. Dabei führt der Moderator des Workshops die Teilnehmer durch gezielte und am Verlauf der Reflexion ausgerichtete Fragen durch den Canvas.
Die Aha-Effekte und Möglichkeit unterbewusst wahrgenommene und erkennbar vorhandenen Probleme anzusprechen, öffnet einen Gestaltungsraum für den Wandel mit Blickrichtung Zukunft.

Was macht der Future Canvas anders ans andere Canvases? 

Der Future Canvas ist, wie auch der Networking Canvas von ZUKUNFTheute, ein Reflektionscanvas, d.h. er dient weniger dazu konkrete Planungen für die Zukunft zu erstellen, als dazu zu erkennen, welcher Lasten sich die Organisation auf dem Weg in die Zukunft entledigen und welche Chancen und Potenziale sie zusätzlich nutzen könnte.
Die meisten anderen heute genutzten Canvases dienen dagegen zur mehr oder weniger konkreten Planung zukünftiger Aktivitäten. Oftmals wird dabei die Nutzung der notwendigen Potenziale betont, ohne sich deren Verfügbarkeit sicher zu sein. Kein uns bekannter Canvas geht auf die vorhandenen Hemmnisse und Probleme innerhalb einer Organisation ein.
Gerade in VUCA-Umwelten ist die Stabilität und Störungsfreiheit in der Basis der Organisation  jedoch ein absolut notwendiges Element um Agilität und Adaptionsfähigkeit entwickeln zu können.

Nach dem Canvas ist vor der Weiterentwicklung. Was sollte nach dem Canvas geschehen?

Die Nachverfolgung der Ergebnisse ist (wie immer) A und O. Diese kann intern erfolgen, geht dann allerdings oftmals im Tagesgeschäft unter. Erfolgt die Nachverfolgung extern, so fehlt es an ständig Präsenz und damit an der Möglichkeit die entstehende Entwicklung nicht wahrnehmen zu können. Ideal ist eine Hybridlösung bei der mehrere interne Beobachter eng mit einem externen Unterstützer und Begleiter zusammenarbeiten.

Klingt spannend. Was jetzt?

Bei allem was hier steht. Am besten ist es, den Future Canvas in einer kleinen Gruppe auszuprobieren und ihn dann auf größeren Runden, bis hin zum gesamten Unternehmen auszudehnen. Für die Arbeit mit Großgruppen könnend die einzelne Strukturebenen aufgeteilt, von einzelnen Gruppen separat beleuchtet und später im Plenum zusammengeführt werden.

Der Future Canvas von ZUKUNFTheute from ZUKUNFTheute on Vimeo.